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12.10.2017

Kinder der Tagesbetreuung in Dumbrǎveni auf außergewöhnlicher musikalischer Entdeckungsreise

Zwölf Roma-Kinder der Tagesbetreuung in Dumbrǎveni durften im Rahmen eines einwöchigen Musikvermittlungsprojekts für Kinder aus sozial schwachen Familien unter der Leitung der Performance-Künstlerin und Rhythmikpädagogin Teresa Leonhard auf musikalische Entdeckungsreise gehen. Gemeinsam mit Mitgliedern des Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie arbeiteten sie zum 1. Satz aus dem Streichquartett op.77 von Joseph Haydn. Zunächst ein völliger neuer Zugang zu einer für die Kinder unbekannten Musik.  Spielerisch, eigenschöpferisch und vielsinnig ließen sich die Kinder mit großer Freude auf die Musik ein.

So verband sich schlussendlich Haydns Musik mit einem traditionellen Zigeunertanz, einem ungarischen Kanon, einem afrikanischen Lied sowie mit einem von den Kindern selbst verfassten Gedicht und erstaunte beim Abschlusskonzert die Zuhörer im Festsaal des Technischen Lyzeums.

Menschen von Bevölkerungsgruppen, die am Rande der Gesellschaft leben müssen, in Rumänien die Volksgruppe der Roma, soll ein Recht auf Teilhabe eingeräumt werden, mitunter auch am kulturellen Leben der Gemeinschaft teilzunehmen und sich an den Künsten zu erfreuen (Artikel 27, Menschenrechscharta der Vereinten Nationen). Klassische Musik als ein großer Schatz unserer europäischen Kultur, hat sich zuerst als ungewohnt und herausfordernd, letztlich aber als äußerst geeignet für ein Erleben gemeinsamer „abendländischer Kultur“ herausgestellt.